Ihre Räume in 3D-Echtrealisierung

Nutzen Sie unsere Planungskompetenz in der Ausstellung | Ideenwelt

Verschiedene Perspektiven, unterschiedliche Ansichten, ausgewählte Farbstimmungen: Mit unserer 3D-Raumsimulation in der neuen Ausstellung | Ideenwelt erleben Sie Ihre Räume hautnah, noch bevor sie Realität sind. Mittels 3D-Brille verwandelt sich das Innere des Präsentationskubus‘ im Handumdrehen in eine Hotelsuite, eine Lobby, ein Bewohner- oder Dienstzimmer. Wir zeigen Ihnen, wie die geplante Einrichtung im Raum wirkt und wie durchdachte, auf unterschiedliche Nutzenaspekte zugeschnittene Farbkompositionen die Atmosphäre verändern und die Stimmung beeinflussen – von entspannend bis anregend, von traumhaft bis inspirierend, von erfrischend bis wärmend.

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Feierliche Eröffnung der
Fritz Schlecht/SHL
Ausstellung | Ideenwelt

Mit der neuen Ausstellung | Ideenwelt inszeniert Fritz Schlecht/SHL seine Produktwelt und Kompetenz für Einrichtung und Innenarchitektur. Gemeinsam mit Mitarbeitern und Gästen aus Verbänden, Presse und Politik durften wir am Freitag, den 10. Oktober 2014, ihre offizielle Einweihung feiern.

In unterschiedlichen Themenwelten zeigt die Ausstellung | Ideenwelt auf rund 1.400 Quadratmetern ganzheitliche Raumkonzepte und Einrichtungstrends für unterschiedliche Ansprüche. Sie sind Inspiration für Hoteliers, Architekten und Entscheider im Objektbereich. Mehr über die Ausstellung  | Ideenwelt erfahren Sie hier.

Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte der geschäftsführende Gesellschafter Ralf Schlecht die Gäste und Ehrengäste und bedankte sich bei allen, die an der Realisierung der Ausstellung | Ideenwelt beteiligt waren. Er erklärte die Leitidee: „Wir wollten nicht eine reine Möbelausstellung machen, in der einfach nur Möbel an Möbel aneinandergereiht dastehen. Wir wollen hier für und mit unseren Kunden Ideen und Konzepte gemeinsam entwickeln. Daher auch der Name Ideenwelt.“ Die Ausstellung | Ideenwelt wird künftig die zentrale Kommunikationsplattform für und mit den Kunden sein. Hier wird Qualität zum Erlebnis, hier wird die Ausstellung zur Ideenschmiede. „Mit der Eröffnung setzen wir einen weiteren Meilenstein in der über 45-jährigen Unternehmensgeschichte.“

Herr Dr. Wiehe, stellvertretender Landrat des Landkreises Calw, zeigte sich in seiner Rede begeistert davon, was Hubert und Ralf Schlecht aus dem kleinen Familienbetrieb gemacht haben. „Man fährt durch den Wald und steht plötzlich mitten in der Zukunft. Ihre Leidenschaft und Kreativität wird in dieser Ausstellung spürbar.“ Zudem dankte er Fritz Schlecht/SHL für das Schaffen von Arbeits- und Ausbildungsplätzen sowie die Investition in den Standort.

Diesen Punkt betonte auch Hans Doll: „Sie sind mitverantwortlich für die tolle Entwicklung von Garrweiler“, so der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Altensteig. Den Erfolg und der einzigartige Unternehmensentwicklung von Fritz Schlecht/SHL sieht Doll in den schwäbischen Tugenden begründet, für die das Unternehmen steht: Fleiß, Anstand, Ehrlichkeit, Verlässlichkeit, Hilfsbereitschaft und Verantwortung.
Der Landtagsabgeordnete des Wahlkreises Calw, Thomas Blenke, zeigte sich beeindruckt von der Kundenliste von Fritz Schlecht/SHL und machte noch einmal aufmerksam auf die tiefe Verwurzelung des Unternehmens mit seiner Heimat. Sie zeige sich an der Standorttreue und – natürlich – an der Verarbeitung von Holz als Werkstoff. „Der Duft von frisch geschlagenem Holz ist gleichsam der Duft der Region“, so Blenke. Zudem lobte er die verantwortungsvolle Unternehmensführung des schwäbischen Mittelständlers: „Sie sind ein gutes Stück Baden-Württemberg.“

Brigitte Dorwarth-Walter attestierte Fritz Schlecht/SHL unternehmerischen Weitblick und brachte ihre Begeisterung für die Leistung, Ideen, den ganzheitlichen Ansatz und das junge Team zum Ausdruck.  „Hier steht das Handwerk im Vordergrund und bildet die Grundlage für den Erfolg“, bemerkte die stellvertretende Geschäftsführerin der Handwerkskammer Karlsruhe. Ohne kompetente Mitarbeiter sei dieser aber nicht möglich. Deshalb gelte Ihr besonderer Dank dem Unternehmen als qualifiziertem Ausbildungsbetrieb mit seinen Investitionen in Standort und Kammerbezirk.

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Im Namen aller Mitarbeiter bedankte sich schließlich Fritz Schlecht/SHL Vertriebsleiterin Sylvia Michels bei der Geschäftsführung und Unternehmensgründer Fritz Schlecht als Wegbereiter für seine Söhne: „Wir sind stolz, an dieser Veranstaltung als weiterem bedeutenden Meilenstein der Unternehmensgeschichte teilhaben zu dürfen.“ Besonders die fachliche und menschliche Kompetenz von Hubert und Ralf Schlecht und die Bodenständigkeit des Unternehmens schätze das Team besonders. „Sie gehen mit Leidenschaft und gutem Beispiel voran, geben uns Vertrauen, Verlässlichkeit und Motivation“, erklärte die Vertriebsleiterin. Als Zeichen ihres Dankes überreichte Sylvia Michels Familie Schlecht eine Skulptur in Form eines Holzhobels, der von einem eigens beauftragen Künstler mit einer Motorsäge aus einem Eichenstamm gefertigt wurde.

Anschließend lud Ralf Schlecht die Gäste in die erste Etage zum Rundgang durch die Welt des Einrichtens von Fritz Schlecht/SHL ein. Feierlich wurde das rote Band durchschnitten und die Gäste konnten sich von der Kompetenz des Unternehmens überzeugen. An und um die Bar herum klang der Abend mit interessanten Begegnungen und anregenden Gesprächen aus.

Am darauffolgenden Samstag waren die Mitarbeiter mit ihren Familien eingeladen, Ausstellung und Unternehmen zu besichtigen. Hüpfburg, Torwandschießen, Unternehmensführungen und die Verlosung von Tageskarten für den Europapark Rust bescherten einen unterhaltsamen Rahmen. Beim CNC-Schaufräsen erhielt jedes Kind ein Vesperbrett mit dem eigenen Namen. Selbstverständlich war für das leibliche Wohl der Gäste bestens gesorgt.

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„Wir möchten uns bei jedem einzelnen bedanken, der in irgendeiner Form zum Gelingen dieses tollen Wochenendes beigetragen hat“, sagten Ralf und Hubert Schlecht unisono. „Sei es im Vorfeld während der langen Vorbereitung, in der heißen Phase kurz vor dem Event, am Wochenende selbst und auch noch im Nachgang.“

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Sehen, fühlen, gestalten:
Die neue Fritz Schlecht/SHL
Ausstellung | Ideenwelt

Der Nordschwarzwald ist die Heimat von Tüftlern und Visionären, die mit Innovationskraft, Kreativität und Erfindungsreichtum die Region zu einem starken Wirtschaftsstandort gemacht haben. Seit über 45 Jahren steht Fritz Schlecht/SHL in dieser Tradition. Am Unternehmenssitz im Altensteiger Ortsteil Garrweiler entsteht meisterhaftes Handwerk, das Kunden deutschlandweit zu schätzen wissen. Mit der neuen Ausstellung | Ideenwelt inszeniert der Experte für Objekteinrichtungen seine Produktwelt und Kompetenz für Einrichtung und Innenarchitektur.

Fritz Schlecht/SHL Hoteleinrichtung - Ausstellung | IdeenweltIn unterschiedlichen Themenwelten zeigt Fritz Schlecht/SHL auf rund 1.400 Quadratmetern ganzheitliche Raumkonzepte und Einrichtungstrends für unterschiedliche Ansprüche. Sie sind Inspiration für Hoteliers, Architekten und Entscheider im Objektbereich. Bereits der großzügige Empfangsbereich begrüßt die Besucher mit überraschenden Ideen und ausgewählten Beispielen für modernes Lobbyseating. Außergewöhnliche und bequeme Solitärsessel laden zum Befühlen und „Besitzen“ ein. Hier beginnt der Rundgang durch die Welt des Einrichtens für Hotel und Objekt. Im ersten Stock erwarten den Besucher Einrichtungsideen für Lounge, Bistro und Restaurant sowie Zimmer unterschiedlicher Stilrichtungen – so zum Beispiel auch ein gemütliches Kaminzimmer. Sie säumen den „Marktplatz“ als Zentrum der Fritz Schlecht/SHL Ausstellung | Ideenwelt. Hier wird Qualität zum Erlebnis, hier wird der Showroom zur Kommunikationsplattform und Ideenschmiede. Eine Vielzahl von Möbeln aus der Fritz Schlecht/SHL Kollektion in unterschiedlichen Ausführungen, eine riesige Vielfalt an Stoffen, Materialien und Designs – vom Bodenbelag über Beleuchtungskonzepte bis hin zur Wandgestaltung und Dekoration – bieten Raum für kreative Kompositionen und individuelle Einrichtungsgestaltung. Technische Detaillösungen und durchdachte Funktionalität zeigt die Plattform für innovative Beschlags- und Funktionstechnik.

Wie durchdachte, auf unterschiedliche Nutzenaspekte zugeschnittene Farbkompositionen Räume verändern und die Stimmung ihrer Bewohner beeinflussen, erleben die Besucher in einer einzigartigen 3D-Raumsimulation. Dabei ist die Fritz Schlecht/SHL Ausstellung | Ideenwelt weit mehr als ein klassischer Showroom. Sie ist zugleich Bühne für unterschiedliche Veranstaltungen wie Fachtagungen, Expertenvorträge, Workshops und Architektengespräche.

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Lebensnah und familiär: Das Haus am Fliednerplatz der Nieder-Ramstädter Diakonie in Mühltal

Im Herzen von Nieder-Ramstadt entsteht ein neuer Stadtteil, der Leben, Wohnen und Arbeiten verbindet. Der zentrale Fliednerplatz mit seinen vielfältigen Wohn- und Dienstleistungsangeboten ist ein vitaler Ort der Begegnung zwischen Jung und Alt. Hier bietet das Haus am Fliednerplatz ein modernes und wohnliches Zuhause für ältere und pflegebedürftige Menschen – in attraktiver Lage, in unmittelbarer Nähe zu Geschäften, Cafés und dem malerischen Park rund um die Lazaruskirche, der zum Spazieren und Verweilen einlädt. Ein durchdachtes Farbkonzept und die wertige Möblierung der Zimmer, Gemeinschaftsräume und Bäder – entworfen und gefertigt von Fritz Schlecht/SHL – macht die Einrichtung der Nieder-Ramstädter Diakonie zu einer Seniorenresidenz mit besonderer Lebensqualität.

Im ersten Pflegeheim Mühltals leben die Menschen im innovativen Hausgemeinschaftsmodell zusammen: Jeweils zwölf Personen bilden eine Hausgemeinschaft, die über eine große, offene Küche  sowie einladende Wohn-, Ess- und Aufenthaltsbereiche zur gemeinsamen Nutzung verfügt.  So entsteht eine gemütliche Atmosphäre mit dem Gefühl von Zuhause. Hier wird gemeinsam gekocht, gegessen, sich unterhalten und ausgetauscht. Offene Strukturen und gut überschaubare Räume fördern den Kontakt und werden zugleich dem Bewegungsdrang von Menschen mit Demenz gerecht. Das helle Holz der Einrichtung kontrastiert mit Bezugsstoffen in frischen, kräftigen Farben, von Rot über Blau bis hin zu frühlingshaftem Grün und Gelb. Dabei dominiert jeweils eine Farbe in jeder Wohngruppe. Der Wiedererkennungseffekt dient der besseren Orientierung der Bewohner und schafft ein vertrautes Gefühl.

Keines der zwölf Einzel- und Paarzimmer der Hausgemeinschaften gleicht in Zuschnitt und Ausblick dem anderen. Jedes verfügt jedoch über ein eigenes, barrierefreies Wohlfühlbad und eine Einrichtung, die höchsten Komfort und beste Funktionalität bietet – und mit seiner modernen und wohnlichen Anmutung überzeugt.

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nestor Hotel Ludwigsburg: Modernes Design in historischen Mauern

Tradition und Moderne treffen sich im neu gestalteten nestor Hotel in Ludwigsburg.
Umfassend renoviert und modernisiert empfängt das Tagungshotel seine Gäste mit lichtdurchfluteter Architektur und zeitgemäßem Komfort. Raffinierte Details erinnern allenthalben an die Geschichte der einstigen Garnisonsbäckerei. Nach den planerischen Vorgaben von Markus-Diedenhofen Innenarchitektur setzte der Objekteinrichtungsspezialist Fritz Schlecht/SHL die Einrichtung von Zimmern und Suiten, des Restaurants Orangerie und der Bar gekonnt um.

Unweit der Innenstadt und in Sichtweite zum Residenzschloss gelegen ist das nestor Hotel Ludwigsburg die ideale Unterkunft für Geschäftsreisende und Städtetouristen sowie exzellentes Tagungshotel für Seminare, Konferenzen und Workshops. Seit 1996 beherbergt der denkmalgeschützte Backsteinbau aus dem 19. Jahrhundert 179 Zimmer und Suiten, moderne Tagungsräume sowie Restaurant, Bar und Wellnessbereich.

Mit Feinsinn und Liebe zum Detail wurde das Hotel nun in mehreren Bauabschnitten renoviert. Entstanden ist eine Reminiszenz an die Geschichte des Hauses – geplant von Markus-Diedenhofen Innenarchitektur und ausgeführt von Hoteleinrichter Fritz Schlecht/SHL. Warme Erdtöne prägen das Interieur in Zimmern, Restaurant, Bar und Wintergarten. Helles Beige und Kaffee-Nuancen kombiniert mit warmem Grau und Highlights in Lindgrün erinnern an einen angenehmen Sommertag. Ursprüngliche Materialien wie Holz und Leder intensivieren die natürliche Aura.

Edel und einladend wirken die Tische aus echtem Nussbaumholz in Wintergarten und Restaurant. Bequeme Polsterbänke und Stühle mit wengegebeizten Stuhlbeinen und Bezügen aus unterschiedlichen Materialien – mal glattes Leder, mal Ledergeflecht, mal Kunstleder in changierender Shark-Optik – schaffen eine lockere Atmosphäre. Dekorationsdetails wie historische Ofenschieber und gusseiserne Ofentüren machen die Vergangenheit des geschichtsträchtigen Hauses lebendig. Großzügige Wandmotive zeigen Getreideähren und Originalbilder aus der Garnisonsbäckerei.

Die Design-Leitlinie der öffentlichen Bereiche setzt sich in den Zimmern und Suiten fort. Gleichsam in einem Bett im Kornfeld schläft der Gast unter einem Betthaupt mit mit im Digitaldruckverfahren aufgebrachten Ähren. Indirekte Beleuchtung, warme Grau- und Grüntöne an den Wänden und das helle Ahornholz der Möbel mit Details in dunkler Wenge ergänzen sich zu einem stimmigen Ensemble mit Wohlfühlcharakter.

Eine besondere Herausforderung ergab sich bei der Renovierung des nestor Hotels durch den Denkmalschutz des Hauses. Da die Arbeiten zudem während des laufenden Betriebes stattfinden mussten, konnte die Modernisierung nur in mehreren Bauabschnitten erfolgen. Der letze erfolgt im Sommer 2013 und schließt die umfassende Neugestaltung der Zimmer ab.

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Farben schaffen Wohlfühlatmosphäre in Hotels

JohanniterbadIm zweiten Teil des Interviews mit Prof. Axel Venn erklärt der Farb- und Trendexperte, wie Hotels farblich gestaltet sein sollten, damit die Gäste sich wohlfühlen und gern wiederkommen. 

Hier geht es zum ersten Teil des Interviews

 

Herr Professor Venn, Sie arbeiten gerade am Buch „Farben der Hotels“. Wie unterscheidet sich das Buch zu „Farben der Gesundheit“?

Es hat einen völlig anderen Tenor. Es geht viel mehr in den Wohnbereich hinein. Menschen suchen in Hotels die gleiche Geborgenheit und den gleichen Komfort, den sie zu Hause haben. Man sollte bei ihrer Gestaltung allerdings eines beachten: Man muss eine große Bandbreite an Geschmacksdifferenzierungen in einem Design einfangen. Das ist der große Unterschied. Aber man muss dabei auch die Farbgestaltung dem individuellen Stil des Hotels anpassen. Da gibt es viele Differenzierungsmerkmale, beispielsweise klassisch, exquisit, experimentierfreudig, designorientiert oder futuristisch.

Wann waren Sie zuletzt in einem Hotel und wie haben Sie sich dort gefühlt?

Gestern erst. Ich lebe beinahe in Hotels, fast ein Drittel des Jahres. Wohl fühle ich mich dann, wenn ich viel Platz und weiche Sofas habe, es gut gestaltet ist, einen schönen Ausblick bietet und es außerordentlich bequem und sauber ist. Es kommt auch schon mal vor, dass ich mich hinterher beschwere, wenn das Zimmer schlecht gestaltet war. Allerdings weiß ich nie, ob dies bei den Verantwortlichen ankommt.

Welche Fehler kann man bei der Einrichtung von Hotels machen?

Ich habe alle Fehler schon erlebt. Entweder sie sind unkomfortabel oder die Badewanne steht in der Mitte des Zimmers. In anderen Fällen sind die Zimmer einfach nur schmuddelig oder hellhörig. Ich war schon in vermeintlich schönen, teuren Hotels, die alle Fehler auf einmal aufwiesen. Was die Farbgestaltung betrifft, so wird meistens untertrieben. Viele Zimmer haben beispielsweise keine Farben außer Beige. Das wirkt auch schrecklich. Ich habe wirklich schon alles erlebt. Deshalb mache ich auch das Buch. Dort werden Hotels mittels anderer Profile dargestellt. Ziel ist es, die Mutlosigkeit mancher Hoteliers zu experimentierfreudiger Farbgestaltung anzusprechen. Sie und die Gestalter werden schnell sehen, dass sie etwas mehr wagen können. Die Hoteliers wissen, dass sie durch Optimierung mehr gewinnen. Diese Erkenntnis wäre in den Krankenhäusern allerdings noch wichtiger, da man dort den Menschen damit wirklich hilft. Kluge und clevere Hoteliers nehmen schon längst solche Optimierungen vor. Sie wissen, dass man dem Gast ein Gefühl von Zuhause bieten muss, damit er wiederkommt. Schließlich bezieht der Gast dort eine Heimat auf Zeit.

Wie sollte das Foyer eines Hotels farblich gestaltet sein, damit sich der Gast von Beginn an wohlfühlt und gern wiederkommt?

Man sollte gleich nett empfangen werden. Da spielen rötliche, warme Farben, Gold und Messing, Blumenschmuck, weiche Teppiche und freundliche Menschen hinter der Rezeption die wichtigste Rolle. Es muss sanft und nicht zu hell getönt sein, es sollte eine elegante und einnehmende Atmosphäre haben. Es muss dem Stil des Hotels entsprechen, aber nach Möglichkeit mit natürlichen Materialien aufwarten. Keine Plastiktheke, sondern das echte Holz muss spürbar sein. Wenn Leder, wenn Blumen, dann müssen sie echt sein. Es gibt leider zu viele Drei- bis Fünf-Sterne-Hotels, in denen mit Tüllschals, Kunstblumen, unechten Gerüchen und Gefühlen Gäste vergrault werden.

Wie ist das ideale Zimmer im Business-Hotel farblich gestaltet?

Ich würde sagen anmutig. Da ist es auch egal, ob es ein bisschen heller oder dunkler, ein bisschen wärmer oder kälter ist. Es muss stimmungsvoll sein und in Bezug zur Landschaft und Architektur stehen. Es muss zur Geographie passen und es muss eine gehörige Portion Folkloristisches haben. So, dass man weiß, wo man ist. Man darf nicht nachts aufwachen und sich überlegen müssen, ob man schon in London oder noch in Madrid ist. Auch ein solches Hotel muss eine gewisse authentische Heimatlichkeit besitzen. Ein Hotel muss auch nicht stilrein sein. In erster Linie muss es Großzügigkeit vorführen.

Sollte ein Wellness-Hotel anders gestaltet werden?

Natürlich muss es anders gestaltet sein. Im Business-Hotel sind die Lobby und die Räume daneben wichtig, in denen man sich gut zu Gesprächen zusammensetzen kann und auch vier Stunden auf dem Sessel sitzen kann, ohne sich ein Rückenleiden einzufangen. Hier kommt es auch eher auf die dunkleren Töne an. Wenn wir von den netten, angenehmen Business-Hotels reden, finde ich es auch akzeptabel, wenn mal etwas zu viel Plüsch vorhanden ist. Daneben ist die Akustik sehr wichtig. Viele Textilien im Raum und Wände, die nicht ganz glatt, sondern auf besondere Weise strukturiert sind, tragen dazu bei, dass man sich gut unterhalten kann. Auch dann, wenn man zu zehn Personen dort sitzt. Außerdem gibt es kommunikationsanregende Farben. Die sehe ich allerdings mehr in den Lobbys als in den Konferenzräumen. Da sind dunkle Farben, Mahagoni, roter Samt und grüne Pastellfarben chic. Beim Wellness-Hotel hingegen sehe ich eher Badestrand-Farben, sanft, pastellig und freundlich. So, dass das Erholsame und Reinigende betont wird und eine Atmosphäre des dolce far niente geschaffen wird; eher unverbindlich, aber lieblich und freundlich.

Kann ein Hotelier über die Farbauswahl seiner Einrichtung einen bestimmten Gast-Typ für sich gewinnen?

Natürlich. Wenn man den Konservativen gewinnen will, muss man konservative Farben wählen. Damit er sich sofort wohlfühlt. Beim sportlichen Typ sind es sportive Farben. So kann man auch Hotels in klar gastbezogene Bereiche segmentieren oder in Stockwerke unterteilen. Oder alles ist auf einen bestimmten Gasttypus zugeschnitten.

Hat die Farbgestaltung eines Restaurants Auswirkungen auf den Geschmack des Essens?

Aber und ob. Im Grunde genommen muss immer eine Kongruenz zwischen den angebotenen Geschmackskonzepten und der Farbigkeit bestehen. Es ist immer angenehm, wenn man solche Verbindungen hat: wie die Verpackung, so der Inhalt. Dann hat man auch Vertrauen zu etwas. In faden beigen Räumen schmeckt das Essen ebenso fad. Natürlich ist es auch in Restaurants wichtig, eine Wohlfühl-Atmosphäre zu schaffen, in der man sich gut unterhalten kann. Vor allem, wenn man nicht nur eine viertel Stunde bleibt, wie in einer italienischen Espresso-Bar. Wenn das Restaurant auch der Kommunikation dienen soll, dann sind ombrierte Rottöne wunderbar, oder ein leichtes Caput mortuum mit einem ganz trockenen Beige dabei.

Im dritten und letzten Teil unserer Interview-Serie mit Prof. Venn spricht der Experte darüber, wie Pflegeheime und Krankenhäuser farblich gestaltet sein sollten, damit  Bewohner, Patienten und Mitarbeiter sich wohlfühlen, die Genesung unterstützt und die Motivation gefördert wird.

 

Prof. Axel Venn

Prof. Axel Venn

Axel Venn ist Professor für Farbgestaltung und Trendscouting an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim. Seit Jahren arbeitet der in Berlin lebende Autor über und mit Farbe und genießt internationales Renommee als Farb-, Trend- und Ästhetikberater. Er wurde mit verschiedenen Designpreisen ausgezeichnet und hat bereits zahlreiche Titel zum Thema Farbe veröffentlicht. Gemeinsam mit Janina Venn-Rosky hat er die wissenschaftliche Studie zu diesem Buch entwickelt und ausgewertet.

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Die Welt sinnvoll bunter gestalten

Prof. Axel Venn

Prof. Axel Venn

„Wir müssen uns nicht immer weiter entreichern, also puristischer und noch puristischer werden, sondern wir sollten unsere Sinne bereichern,“ sagt Axel Venn, Professor für Farbgestaltung und Autor des Buches „Farben der Gesundheit – Colours of Health & Care“. Im ersten Teil des Interviews mit der Einrichtungsblog Redaktion erläutert er die Hintergründe und Bedeutung des Projekts Farben der Gesundheit, auf dessen Grundlage auch Fritz Schlecht/SHL ganzheitliche Einrichtungskonzepte entwirft. Erfahren Sie, wie Ihr Zuhause idealerweise gestaltet sein sollte, um Ihr Wohlbefinden zu steigern.

 

Guten Tag Herr Venn. Sie sind Professor für Farbgestaltung und Autor des Buches „Farben der Gesundheit“. Sind Sie eher der theoretische oder der gummibärige Farbtyp?

Ich versuche beides zu vereinen. Früher war ich eher der Farbtyp, der Farben mehr emotional betrachtete. Heute bin ich etwas weiter und sehe Farben auch vom neurowissenschaftlichen Standpunkt aus sowie aus der Sicht ethnischer und kultureller Grundlagen.

Als was würden Sie sich also schließlich betrachten?

Für mich als studierter Designer spielt hauptsächlich die Übersetzung der Farbe in Gestaltung, in Design, in öffentliche oder individualisierte Merkmale die größte Rolle. Ich kann nicht sagen, welcher Farbtyp ich genau bin, und ich will auch keiner sein. Ich kann aber sagen, was ich nicht bin: Ich bin kein weißer Farbtyp und kein schwarzer Farbtyp. Das sind für mich Unfarben. Ich liebe die Farben, die Wellenlängen des Lichtes, Licht als Gesamtheit, ich liebe dabei seine spektralen Möglichkeiten.

 

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Mehr zu unseren Einrichtungskonzepten nach den Farben der Gesundheit finden Sie hier zum Download: FdG_Broschüre.pdf

 

In welchen Farben ist Ihr Zuhause gestaltet?

Es ist keinesfalls farblos. Jeder Raum hat einen anderen Ton. Es handelt sich immer um sanfte, getrübte Sorbet-Töne. Sie sind mit einer ganz zarten Patina belegt, aber jeder Raum ist anders.

War Ihre Frau von dem Konzept genauso überzeugt?

Ja, da sind wir uns sehr einig. Wir lieben die Farben und nicht die Unfarben.

Grün steht für die Hoffnung, meine Lieblingsfarbe ist Orange. Was bedeutet das für mich?

Wenn Sie das sagen, dann ist das wunderbar. Sie lieben die sonnigen Töne. Wenn jemand Grün mag, hat er sicherlich nicht nur eine ästhetische Beziehung zur Farbe, sondern vermutlich auch eine weltanschauliche. Das trifft bei Orange nicht unbedingt zu, es sei denn er ist Holländer. Dann ist er Patriot.

Warum trage ich aber kaum Kleidung in meiner Lieblingsfarbe?

Die Lieblingsfarbe bedeutet nicht, dass man ein Leben lang mit dieser Farbe herumläuft. Diese Lieblingsfarbe findet nicht immer ihre anwendungsspezifische Entsprechung. Im Grunde ist sie ein geistig-emotionales Gut, das ohne parallele Nutzenbezüge auskommt.

Wie finde ich konkret heraus, welche Farben mein Wohlbefinden steigern?

Indem man den Farbkasten-Test macht. Ich muss mich auf mein Schönheitsempfinden besinnen, also meine Vorstellung von „schön“ herausfinden. Die kann ich über die Sprache beschreiben, aber auch über Bewegung oder Gestik. Ich kann sie aber auch über Farbe beschreiben. Dafür besitzen wir die Kreativität. Die fantasievolle Vorstellung prägt stark unser Bewusstsein und natürlich auch sehr stark unser Unterbewusstsein.

Wie kann ich vor dem Streichen des Wohnzimmers feststellen, was zu mir passt?

Ich empfehle da einen Weg, der vielleicht nicht der einfachste, aber der nachhaltigste und wirkungsvollste ist: Man kauft sich einen einfachen Schulfarbkasten mit zwölf Farben und Deckweißtube. In einem Skizzenblock erstellt man dann ein Vokabular für das, was man haben will: beispielsweise „sanft“, „nicht so grau“, „lebendig“ und „nett“. Seine Vorstellung setzt man dann farbig um, das kann man auch zu dritt oder viert machen: Man überlegt sich, wie man seine Wohnung haben möchte, erstellt ein Cloud-Modell mit vier mal vier Zentimeter großen Quadraten und füllt sie mit seinen eigenen Farbideen. Und dann probiert man aus: Man hält das Ergebnis an die Wand und malt dann eine größere Fläche dort aus. Das kann man sehr pragmatisch und praktisch machen. Ein Farbfächer hilft uns dabei, von der passenden Farbe die richtige Rezeptur anmischen zu lassen.

Was unterscheidet das Konzept Farben der Gesundheit, auf dessen Grundlage auch Fritz Schlecht/SHL Einrichtungskonzepte entwickelt vom persönlichen, individuellen, subjektiven Farbgeschmack?

Dass die Begriffe, die wir untersucht haben, und die kollektiven Neigungen bei der Deutung dieser Begriffe sichtbar werden. Das ist das Einzigartige und das war auch die Absicht. Ich halte viel von Schwarmintelligenz, mehr als von individuellem Ehrgeiz.

Es war mir besonders wichtig herauszufinden, wie „gesund“, „appetitlich“, „schön“ oder „schrecklich“ aussieht. Das alles sind Begriffe, die wir bisher nur semantisch erörtert haben, also nur über das Wert-Verständnis. Das reichte mir nicht mehr aus. Ich habe festgestellt,  dass die semantisch-farbliche Form der Kommunikation sehr viel eindringlicher und mehrdeutiger, narrativer und interessanter ist als das bloße gesprochene Wort. Wir kennen das auch aus dem Theater oder dem Museum: Das Erlebnis um ein Bild, das einen Titel hat, ist intensiver als das reine Wort.

Wie lässt sich die Wirkung von Farben wissenschaftlich belegen? Wie sah das Forschungsdesign aus?

Ich habe sehr viel geforscht. Ich habe viele Menschen befragt, wie beispielsweise „lebendig“ aussieht, wie ein Sommertag oder der Frühling aussieht – und auch das jeweilige Gegenbeispiel. Die befragten Personen haben aus einem Reservoir von 60 Farben die entsprechenden Töne herausgenommen. So hat man dann den ersten wissenschaftlichen Zugang. Farben werden ausgesucht und zusammengelegt, um dann Mehrheitsbilder zu bekommen. Sehr einfach ist beispielsweise die Frage, wie „gemütlich“ aussieht und wie „ungemütlich“. Bei allen Untersuchungen nehme ich immer 60 Prozent Frauen und 40 Prozent Männer. Denn 8 Prozent aller Männer sind per se farbenblind und  gehen zudem oft oberflächlich mit ihren Gefühlsdarstellungen um. Frauen wägen Ihre Antworten ernster und sorgfältiger ab. Männer schwanken am liebsten in der Mitte herum. Warum da so ist, weiß ich auch nicht. Wahrscheinlich interessiert sie das Thema nicht so. Das sieht man auch am Farben-Sprachschatz: Bei Blitz-Befragungen kannten Männer sieben, höchstens zehn Farben aus dem Effeff. Bei Frauen waren es 25 und mehr.

Was ist das Ziel des Projekts?

Dahinter steckt ein philanthropisches Modell. Die meisten Krankenhäuser oder Praxen werden hauptsächlich nutzenorientiert gestaltet. Die Einrichtung muss beispielsweise pflegeleicht sein und sich gut reinigen lassen. Die funktionale Gestaltung steht im Mittelpunkt, nicht der Patient. Das hat mich sehr gestört. Denn ein graues Krankenhaus oder eine weiße Praxis können kein Modell für eine menschenzugewandte, philanthropische Haltung sein.

Beim Betreten eines Krankenhauses habe ich oft das Gefühl, ich betrete eine Bank.

Dann geht es Ihnen noch gut. Die meisten sehen eher aus wie Finanzämter oder Polizeikasernen. Mich stört vor allem, dass wir uns das in unserer Reichtums-Gesellschaft leisten. Immerhin gehören wir zu den wohlhabendsten Staaten der Welt. Es ist für mich eine undemokratische verachtenswerte Haltung, in dieser Weise mit Menschen umzugehen, denen es nicht gut geht.

Ich habe diese misanthropische Haltung oft bei den Verwaltungen von Krankenhäusern, aber auch bei manchen Bauherren und Architekten erlebt. Mit dem Budget wird häufig falsch umgegangen. Das Ziel von „Farben der Gesundheit“ ist, der Menschen-Zugewandtheit mehr Chancen zu geben. Wir wollen die Welt sinnvoll bunter gestalten weil wir wissen, dass es den Menschen gefällt. Die Menschen zieht es in den Süden, schon seit den Völkerwanderungen, und es gibt einen Grund dafür: Der Süden ist schöner. Er hat die leuchtenden Farben und wärmeren Töne und Umgebung, und er hat sanftere Landschaften, die eben nicht nur grau, grün oder blau geprägt sind. Es sind vor allem die rötlichen Farben, mit denen wir uns wohl und geborgen fühlen. Es ist nicht nur die Wärme selbst, sondern es sind die Farben, die Wärme sichtbar macht.

Welche Fehler werden häufig bei der Einrichtungsgestaltung gemacht?

Oft werden Einrichtungen monothematisch gestaltet. Jeder Raum braucht aber zwei Sehachsen. Die eine muss beruhigend, die andere anregend sein. In einem rein weißen Raum weiß man nicht, wohin man schauen soll, alles ist gleich weiß. Ein Raum kommt nicht mit nur einem Temperament aus, sondern braucht immer zwei. Das ist natürlich besonders wichtig in Räumen, in denen man ruht und Erholung sucht. Man findet keine Erholung, wenn man nur auf eine gelbe Wand starrt, sondern man findet Erholung, wenn man mal sanfte, beruhigende und mal anregende Farben sieht. Wer auf weiße Wände besteht, sollte wenigstens dem Weiß etwas Gehalt geben. Zum Beispiel kann es eher kalkig oder leicht staubig sein. Oder es kann das sogenannte Isabella-Weiß sein, leicht grünlich angeschmutzt. Auch mit einem Sorbet-farbigen Schimmer wirkt ein Raum schon viel angenehmer und erholsamer.

 Wenn ich also Farben der Gruppe „aktivierend“ mit denen der Gruppe „beruhigend“ kombiniere, neutralisieren sie sich nicht?

Nein, damit erzielt man neue Wirkungen. Das ist auch gut und sinnvoll, denn dann hat man die bereits erwähnten Sichtachsen „anregend“ und „beruhigend“. Ich glaube, dass jeder Raum das braucht, weil der Mensch nicht so angelegt ist, dass er nur ein ruhiger Stoffel oder nur ein aufgeregter Kerl ist. Im Grunde hat da jeder zwei Seelen in seiner Brust und das soll auch ein Raum vermitteln. Alles, was um uns herum geschieht, was wir lesen und hören, hat große Einflüsse auf unser Wohlbefinden. Wir müssen uns nicht immer weiter entreichern, also puristischer und noch puristischer werden, sondern wir sollten unsere Sinne anreichern.

Mit Farben in der Einrichtungsgestaltung verbinde ich als erstes die Wandfarben. Mit welchen Elementen und Einrichtungsgegenständen lässt sich noch Wirkung erzielen bzw. steigern?

Das ist vor allem der Boden. Bei der Decke hingegen bin ich immer etwas vorsichtig, da mag ich am liebsten Weiß. Beim Blick nach oben schaue ich gerne in das Endlose, wie in den Himmel, während ich nach unten immer Sicherheit haben möchte. Dunkle Böden mit einer steinigen und erdigen Qualität geben ein Gefühl von Sicherheit.

Jeder Raum ist eine Landschaft und die Wände haben an ihr nun einmal die größte Fläche. Diese leeren Flächen können aber in den Hintergrund treten durch schöne Bücherwände oder große Bilder. Bibliotheken sind auch immer Teil großartiger Wohnlandschaften. Ich mag es allerdings nicht, wenn die Bücher in Billigregalen stehen, das haben die Bücher nicht verdient. An einer typischen Wohn- oder Esszimmerwand, vor der nichts steht, gibt es nichts Schöneres als ein riesengroßes Bild.

Auch Fenster sind natürlich wichtig, da sie den Blick nach draußen gestatten. Dazu können Vorhänge dem Raum eine schöne Atmosphäre, eine gute Akustik und ein gutes Mikroklima geben. Schränke hingegen versperren die Luft und den Blick, man sollte sie nicht in den Wohnbereich stellen. Sie zerstören auch die Silhouette eines Raumes und nehmen Platz weg. Deshalb halte ich viel von Garderobenräumen und Abstellkammern, in denen viele Dinge untergebracht werden können.

Ein Sofa sollte warm getönt sein, damit man sich wohl darauf fühlt. Rot beispielsweise oder violett mit schönen, braunen Kissen. Sofas sind Reste höhlenartiger Kuschelplätze und so sollen sie auch aussehen. Ledersofas mag ich nicht so sehr, sie laden nicht zum Kuscheln ein. Wesentlich sind auch Kissen. Das sind Gebilde, die unsere Zuneigung erdulden, auch wenn man sich nur auf sie setzt oder sie nur für den Rücken braucht. Außerdem sind sie auch Gestaltungselemente, mit denen man ruck-zuck eine ganze Wohnung verändern kann.

Sind die Farbwirkungen interkulturell übertragbar?

Meine Untersuchungen zeigen, dass die meisten sicherlich übertragbar sind. Es gibt einige kulturelle und folkloristische Besonderheiten, die hängen aber davon ab, wie und wo man lebt. Je mehr man reist und je mehr fremde Einflüsse man kennenlernt, desto eher gleicht man sich an und versteht das Andere. Ich kann mich heute auch in einem klassisch chinesischen Raum wohlfühlen, weil ich weiß, dass die Chinesen eine andere Kultur, andere Farben, Formen und Zeichen haben. Aber sie bereichern mich und ich finde sie nicht lästig. Was man nicht kennt, muss man erlernen.

Kulturell liegen beispielsweise Schwarz und Weiß ganz dicht beisammen. In unserer Kultur trägt auf einer Beerdigung der Tote weiß und die Trauernden schwarz – in anderen Kulturen ist das genau umgekehrt. Schwarz ist in allen Kulturen eine Farbe des Mythos, der Unterwelt und der Jenseitszuwendung. Auch tragen Chefs immer schwarz, in allen Ländern der Welt. Da gibt es immer wieder weltweite Übereinstimmungen. Die Farbwirkungen besitzen daher mehr völkerübergreifende Gemeinsamkeiten als man zu wissen glaubt.

 

Erfahren Sie im nächsten Teil unseres Interviews mit Prof. Venn mehr darüber, wie Hotels farblich gestaltet sein sollten, damit die Gäste sich wohlfühlen und gern wiederkommen.

 

Axel Venn ist Professor für Farbgestaltung und Trendscouting an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim. Seit Jahren arbeitet der in Berlin lebende Autor über und mit Farbe und genießt internationales Renommee als Farb-, Trend- und Ästhetikberater. Er wurde mit verschiedenen Designpreisen ausgezeichnet und hat bereits zahlreiche Titel zum Thema Farbe veröffentlicht. Gemeinsam mit Janina Venn-Rosky hat er die wissenschaftliche Studie zu diesem Buch entwickelt und ausgewertet.

 

 

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Das Jugendwerk Oberrimsingen nimmt Formen an

In neuem Glanz erstrahlt im Herbst das Christopherus-Jugendwerk Oberrimsingen bei Breisach am Rhein. Die Einrichtung der Jugendzimmer mit Betten, Schränken, Tischen und Stühlen, der Küchen, Esszimmer, Büro- und Konferenzräume sowie des gemütlichen Fernsehzimmers mit bequemen Polstermöbeln kommt von
Fritz Schlecht/SHL. In enger Abstimmung mit dem Bauherrn haben wir dafür ein modernes Gestaltungs- und Farbkonzept entworfen, das den Bedürfnissen der Jugendlichen gerecht wird.

Mit großen Schritten gehen derzeit die Umbauarbeiten voran: Nach der Entkernung des Gebäudes wird im Moment die Sanierung durch den Trockenbauer vorgenommen und die Fassade gedämmt. Auf das Endergebnis sind wir gespannt!

 

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Fritz Schlecht/SHL gestaltet Räume mit den „Farben der Gesundheit“

Farben wirken sich auf unser Wohlbefinden aus und rufen bestimmte Emotionen und Stimmungen hervor: So wirkt ein Raum, der in Blau gehalten ist, kühl und erfrischend; eine in Rottönen gestaltete Umgebung vermittelt Wärme und lässt sogar die Herzfrequenz steigen. Heitere Farben, die an Himmel, Meer und weite Wiesen erinnern, versprechen Erholung und Entspannung. Kräftige, stark kontrastierende Rot-, Gelb- und Grüntöne wirken anregend und stimulierend.

Mit den „Farben der Gesundheit“ hat die Initiative Health & HomeCare basierend auf wissenschaftlichen Projektstudien der Hochschule für angewandte Kunst und Wissenschaft Hildesheim (HAWK) ein einzigartiges Gestaltungskonzept entwickelt, das den Menschen in den Mittelpunkt rückt und Innenraumgestaltern als praktischer Leitfaden dient. Ideale Räume für entspanntes Wohnen, harmonisches Leben und kreatives Arbeiten sind das Ergebnis.

Als Partner des Health & HomeCare Netzwerks entwickelt Fritz Schlecht/SHL ganzheitliche Einrichtungskonzepte nach den Grundsätzen der „Farben der Gesundheit“. Mit einer durchdachten Farbgestaltung kreieren wir formvollendete Interieurs für Hotels, Kliniken, Seniorenresidenzen sowie Wohn- und Pflegeheime. Sie unterstreichen die Einzigartigkeit des Hauses, ein emotionaler und funktionaler Nutzen entsteht. Damit sich Gäste, Bewohner und Mitarbeiter rundum wohlfühlen. So schaffen wir Wettbewerbsvorteile für den nachhaltigen Erfolg unserer Kunden.

Farben der GesundheitWeitere Informationen gibt es hier.
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