Zurück in die Zukunft: Neues Lebensgefühl im Seniorenzentrum Stockach

Modernes Interior Design und Pflegeheim – das muss kein Widerspruch sein, wie das Seniorenzentrum Stockach am Bodensee zeigt. Fritz Schlecht/SHL hat dafür eine Einrichtung entworfen, die Spaß macht und exakt zugeschnitten ist auf die Bedürfnisse der Bewohner, Besucher und Mitarbeiter.

Gleich im Empfang wird deutlich: Dieses Haus ist modern und zukunftsgerichtet, was das Konzept und die Einrichtung angeht. Klare Linien bestimmen das Möbeldesign, frisches Grün setzt markante Akzente. Das „Rock & Roll Café“ ist ein schwungvoller Treffpunkt für alle Generationen, gestaltet ganz im Stil der Rockin‘ Fifties. Geschwungene rote Lederstühle und eine großzügige Sitzbank mit hoher Rückenlehne, beides auf dem Untergrund eines klassischen Schachbrett-Fliesenbodens, versetzen die Gäste direkt zurück in die Jugendjahre der Bewohner.

Gemütlich wird‘s in den Wohnbereichen. Hier haben die Innenarchitekten von
Fritz Schlecht/SHL die Einrichtungstrends der Siebziger- und Achtzigerjahre aufgegriffen, die das Gefühl von Zuhause ins Seniorenheim holen. Eiche-Optik und farbig abgesetzte Polsterbezüge prägen das Interieur, bequeme Ohrensessel sorgen für eine gemütliche Atmosphäre in der Kaminecke. Für jede Wohngruppe hat Fritz Schlecht/SHL Farben und Dessins leicht abgewandelt, um den Bewohnern die Orientierung zu erleichtern – wichtig besonders bei Menschen mit Demenz.

Komfortabel und modern gestaltet sind auch die Bewohnerzimmer. Hell und geräumig, mit Niederflurbett, praktischen Einbaumöbeln und behindertengerechtem Badezimmer sorgen sie dafür, dass sich die Bewohner rundum wohlfühlen. Praktisch für die Mitarbeiter: pflegeleichte Oberflächen, schmutzabweisende und hygienische Stoffe sowie die hohe Strapazierfähigkeit und Qualität der Möbel. Das erleichtert Arbeitsabläufe und sichert langfristig die Wirtschaftlichkeit des Hauses.

Projekt: Seniorenzentrum Stockach
Bauherr: Hegau Bodensee Diakonie gGmbH, Stockach
Architektur: Planungsgesellschaft Stahl Denninger, Tübingen
Innenarchitektur, Objektmöbel: Fritz Schlecht/SHL, Altensteig

Share Button

Ihre Räume in 3D-Echtrealisierung

Nutzen Sie unsere Planungskompetenz in der Ausstellung | Ideenwelt

Verschiedene Perspektiven, unterschiedliche Ansichten, ausgewählte Farbstimmungen: Mit unserer 3D-Raumsimulation in der neuen Ausstellung | Ideenwelt erleben Sie Ihre Räume hautnah, noch bevor sie Realität sind. Mittels 3D-Brille verwandelt sich das Innere des Präsentationskubus‘ im Handumdrehen in eine Hotelsuite, eine Lobby, ein Bewohner- oder Dienstzimmer. Wir zeigen Ihnen, wie die geplante Einrichtung im Raum wirkt und wie durchdachte, auf unterschiedliche Nutzenaspekte zugeschnittene Farbkompositionen die Atmosphäre verändern und die Stimmung beeinflussen – von entspannend bis anregend, von traumhaft bis inspirierend, von erfrischend bis wärmend.

Share Button

Lebensnah und familiär: Das Haus am Fliednerplatz der Nieder-Ramstädter Diakonie in Mühltal

Im Herzen von Nieder-Ramstadt entsteht ein neuer Stadtteil, der Leben, Wohnen und Arbeiten verbindet. Der zentrale Fliednerplatz mit seinen vielfältigen Wohn- und Dienstleistungsangeboten ist ein vitaler Ort der Begegnung zwischen Jung und Alt. Hier bietet das Haus am Fliednerplatz ein modernes und wohnliches Zuhause für ältere und pflegebedürftige Menschen – in attraktiver Lage, in unmittelbarer Nähe zu Geschäften, Cafés und dem malerischen Park rund um die Lazaruskirche, der zum Spazieren und Verweilen einlädt. Ein durchdachtes Farbkonzept und die wertige Möblierung der Zimmer, Gemeinschaftsräume und Bäder – entworfen und gefertigt von Fritz Schlecht/SHL – macht die Einrichtung der Nieder-Ramstädter Diakonie zu einer Seniorenresidenz mit besonderer Lebensqualität.

Im ersten Pflegeheim Mühltals leben die Menschen im innovativen Hausgemeinschaftsmodell zusammen: Jeweils zwölf Personen bilden eine Hausgemeinschaft, die über eine große, offene Küche  sowie einladende Wohn-, Ess- und Aufenthaltsbereiche zur gemeinsamen Nutzung verfügt.  So entsteht eine gemütliche Atmosphäre mit dem Gefühl von Zuhause. Hier wird gemeinsam gekocht, gegessen, sich unterhalten und ausgetauscht. Offene Strukturen und gut überschaubare Räume fördern den Kontakt und werden zugleich dem Bewegungsdrang von Menschen mit Demenz gerecht. Das helle Holz der Einrichtung kontrastiert mit Bezugsstoffen in frischen, kräftigen Farben, von Rot über Blau bis hin zu frühlingshaftem Grün und Gelb. Dabei dominiert jeweils eine Farbe in jeder Wohngruppe. Der Wiedererkennungseffekt dient der besseren Orientierung der Bewohner und schafft ein vertrautes Gefühl.

Keines der zwölf Einzel- und Paarzimmer der Hausgemeinschaften gleicht in Zuschnitt und Ausblick dem anderen. Jedes verfügt jedoch über ein eigenes, barrierefreies Wohlfühlbad und eine Einrichtung, die höchsten Komfort und beste Funktionalität bietet – und mit seiner modernen und wohnlichen Anmutung überzeugt.

Share Button

Mehr Lebensqualität durch die richtige Farbgestaltung

Wie sollten Seniorenresidenzen und Kliniken farblich gestaltet sein, damit Menschen sich wohlfühlen, damit Zufriedenheit, Heilung und Genesung gefördert werden? Im dritten Teil des Interviews gibt Farb- und Trendexperte Prof. Axel Venn Antworten und praktische Tipps rund um die Einrichtungsgestaltung von Pflegeheimen, Krankenhäusern und Seniorendomizilen.

Erster Teil des Interviews: Die Welt sinnvoll bunter gestalten
Zweiter Teil des Interviews: Farben schaffen Wohlfühlatmosphäre in Hotels

Farben der Gesundheit, Pflegeheimeinrichtung, Einrichtung Seniorenwohnheim

City-Residenz Unna: Seniorengerecht eingerichtet von Fritz Schlecht/SHL
http://goo.gl/T18zbK

Herr Professor Venn, worauf sollte bei der Farbgestaltung von Pflegeheimen besonders geachtet werden?

Hier sollten Farben in der Tat pflegerische Eignung besitzen. Da gibt es vielfältige Möglichkeiten. Auf einen Nenner gebracht sind es sanfte, eher warme Farben und ein pastelliges Sorbet, die aber, je nach Blickrichtung, mit ein paar kühlen Farben gut kombiniert werden müssen. Also beispielsweise ein sanftes Himmelblau oder ein Lichtgrau und daneben wärmere Naturtöne.

Gibt es bei der Farbwahrnehmung einen Unterschied zwischen alten und jungen Menschen?

Das ist eine schöne Frage. Den gibt es natürlich. Aber den Alten gefällt nur das, was den Jungen gefällt. Denn das Vorbild der Alten sind nicht die Alten, die mögen sie gar nicht, sondern das ist die Generation danach. Natürlich lässt bei den alten Leuten die Wahrnehmung etwas nach, daher mögen sie kräftigere Farben. Die Musik muss auch etwas lauter sein. Alle empfindungsorientierten Merkmale benötigen mehr Power.

Spielt der Zeitgeist einer Generation eine Rolle?

Stets sind es die großen Epochen, die uns begleiten. Der kulturelle und historische Konsens sowie der individuelle Status spielen eine wichtige Rolle. Die Zeit der Sozialisierung zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr prägt uns mehr als jede Zeit danach.Natürlich kann man von Pflegeheimen nicht erwarten, dass sie sich flexibel in der Farbgestaltung den Bewohnern oder den Besuchern individuell anpassen. Das wäre wirklich zu teuer. Dafür kann man aber wunderbar mit Dekorationsartikeln wie Kissen, Decken oder Bildern viel Individualität schaffen.

Helfen die Farbkonzepte von Pflegeheimen auch gleichzeitig dem Pflegepersonal, die intensive Arbeit leichter zu meistern?

Ja, das ist ein wesentliches Merkmal. Die Menschen sind viel zufriedener. In einer schönen Umgebung lässt es sich immer besser arbeiten und leben als in einer noch so charmanten Polizeikaserne.

In welchen Farben sollte das idealtypische Pflegezimmer einer Demenzstation gestaltet werden?

Ohne Gestaltungen, die chaotisch sind. Rund und sanft. Aber dennoch so, dass sich die Farben und Muster voneinander trennen. Keine scharfen Ecken, keine spitzen Winkel. Genügend Licht ist wichtig, genügend haptische Qualität und Strukturierungen. Möbel, Kissen, Decken müssen etwas zum Anfassen sein. Die gesamten Sinne müssen angesprochen werden. Deshalb sollte nicht mit glatten Flächen gearbeitet werden, sondern Wände und Möbel sollten strukturierte Oberflächen haben. Immer eher rund und amorph als gradlinig, eckig, spitz und linear. Auch der Boden muss freundlich gestaltet sein, eher dunkel als hell, mit sanften grau-braunen oder grau-roten Tönen.

Welches Farbkonzept würden Sie einem Pflegeheim ans Herz legen, um auch den Besuchern einen vertrauenserweckenden und behaglichen Empfang zu bereiten?

Wie das eigene Wohnzimmer. Das ist die beste Rezeptur. Die besten Kneipen, die besten Restaurants sind ausnahmslos diejenigen, die aussehen wie das eigene Wohnzimmer.

Gelten die Farbkonzepte für Pflegeheime genauso für Krankenhäuser? Oder gibt es Unterschiede?

Die sind sehr ähnlich. In Pflegeheimen ist man natürlich länger, da muss der Individualitätsbezug größer sein. Man sollte neue Bilder aufhängen und vielleicht den alten gegen einen neuen, bequemeren Stuhl austauschen. In Pflegeheimen ist die Rezeptur nicht so fix, denn sie muss individuell anpassbar sein.

Warum wird in so vielen Krankenhäusern auf die therapeutische Wirkung von Farben offensichtlich verzichtet?

Es scheitert weniger am Können als am Wollen. Ich bin noch nicht ganz dahintergekommen. Ich glaube, da gibt es kein Freund-Freund-Verhältnis von Krankenhausbetreibern oder Verwaltungen, auch häufig nicht von Pflegekräften und Ärzten. Sondern da ist eher ein geschäftsmäßiges, einseitiges Interesse an Effektivität auszumachen als an wahrhaftiger Fürsorge.

Wie könnten die Krankenzimmer zielführender im Sinne des Heilungserfolgs gestaltet werden?

Indem man sie ganz einfach menschlicher gestaltet. Freundliche Farben, menschenzugewandt. Das ist eigentlich ganz einfach, da gibt es vielfältige Rezepturen. Wir haben sie dargestellt! Wir müssen lernen, dem ewigen Diktat der Nutzenoptimierer eine Gegenposition, einen Imperativ zu mehr Menschlichkeit zu postulieren.

Gibt es einen Unterschied zwischen verschiedenen Diagnosen und/oder Stationen?

Männer würden es nicht so gut finden, wenn man sie in eine rosa Abteilung bettet. Frauen dagegen mögen floral Farbgestaltungen. Bei Männern darf es schon etwas sachlicher sein. Nur nicht zu sachlich – ein wenig sonnig getönte Farben mögen sie auch. Ich würde also vor allem zwischen den Farbvorlieben von Männern und Frauen unterscheiden, nicht zwischen verschiedenen Krankheitssymptomen.

Letzte Frage: Was dürfen wir in näherer Zukunft von Ihnen erwarten? Planen Sie weitere Projekte, zu denen wir sie dann befragen dürfen?

Vor Kurzem ist das Planungshandbuch „Farben der Hotels“ (Callwey Verlag, 79,- Euro) erschienen, ein wissenschaftlich fundiertes Fachbuch für die wirkungsvolle Farbgestaltung in Hotels. Dann bin ich an einem sehr spannenden Projekt dran: „Farben der Büros“. Da geht es um die Humanfunktion und Ergonomie der Farben, aber auch um Farbe als kommunikatives, emotionales und soziales Phänomen.

Wir danken Herrn Professor Venn ganz herzlich für das Interview.
– die einrichtungsblog-Redaktion

 

Prof. Axel Venn

Prof. Axel Venn

Axel Venn ist Professor für Farbgestaltung und Trendscouting an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim. Seit Jahren arbeitet der in Berlin lebende Autor über und mit Farbe und genießt internationales Renommee als Farb-, Trend- und Ästhetikberater. Er wurde mit verschiedenen Designpreisen ausgezeichnet und hat bereits zahlreiche Titel zum Thema Farbe veröffentlicht. Gemeinsam mit Janina Venn-Rosky hat er die wissenschaftliche Studie zu diesem Buch entwickelt und ausgewertet.

 

Share Button

Seniorenresidenz mit Modellcharakter

Am Rande der Altstadt und doch mitten im Leben eröffnete die Stadt Amberg das neue Seniorenzentrum Bürgerspital. Neben einer ökologischen und klimafreundlichen Bauweise stand für Architekt und Bauherrn die Konzeption der Inneneinrichtung im Vordergrund: Angepasst an die individuellen Bedürfnisse der Senioren sollte eine moderne und natürliche Wohlfühlatmosphäre geschaffen werden, die den Bewohnern Lebensqualität und Zufriedenheit schenkt.

Lesen Sie mehr.

Share Button